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  Das Schweigen des Papstes      
  Urbi et Orbi Ostern 2005  

 
 

Wenn der einzige freie Wille der Gottes ist, dann ist es am Menschen diesen zu intrepretieren, das ist der Urgrund aller Religionskriege. Weil sie sich darum streiten wer nun dies besser kann. So ist im Monotheismus Der Grund aller dieser Schrecken angelegt. Sind wir doch sein Ebenbild. Ist aber der Wille, den wir haben, grundsätzlich genauso frei, da wir Gott gleich sind, so muss unser Wille ja auch seiner sein. Was wiederum hiesse wir wollen immer was Gott will.

Im Polytheismus sind es verschiedene Willen die womöglich konkurrieren. Nun ist in der Idee: du sollst nur einen Gott haben und keinen neben ihm, der Versuch alle Menschen unter einem Willen zu binden. Erst dieser Zustand bringt Frieden. So ein Quatsch. Sehen wir uns den Unterschied in folgender Metapher an: In technischen Systemen ist jede Änderung im Ablauf eines Prozesses ein Fehler und lässt den Prozess enden. In der Natur jedoch ist jede Abweichung Ausgangspunkt einer Variation und so eine Bereicherung. Da Geist Welt schafft muss es viele davon geben, so erst entsteht Vielfalt.

Erst im Begreifen jedes Einzelnen, als aufgrund seiner Existenz berechtigt zum dasein zu sein wurzelt die Fähigkeit zu wahrem Frieden. Die Freiheit aller Willen erst macht Frieden möglich, da dieser sonst eben nichts weiter als das Ende allen seins bedeuten würde. Sein ist schliesslich in seiner Unterschiedenheit, mindestens zeiträumlich, begründet. Jede Änderung wäre ein Akt der Schöpfung. Warum versucht dann jede Religion den Grund allen Seins in einen einzigen Ursprung zu wursten und nicht schlicht den Ursprung an sich zum Beginn zu erheben?

So gesehen wird klar, dieser kann nicht enden, ist er doch auch der Anfang vom Ende. Die Schöpfung ist also die Bewegung vom Vielen zum Einzelnen und dessen Ende. Nicht umgekehrt. Dies nämlich ist weiter nichts als die Umkehrung in seiner Spiegelung hinsichtlich des Werdens. Die Zukunft enthält Erinnerung an alles was war, plus alles, was sich daraus ergeben könnte. Sie ist Aführerin allen Geistes, ist seine Grundrichtung doch darin gelegt, dass er ihr folgen muss. Denn dort wohnen die Götter, sie sind das eben beschriebene inclusive freier Wille. Dieser ist was dort Ordnung schafft, wo keine ist, im Chaos. Und das tut er im Jetzt, dem unmittelbar Ordnung als Vergangenes folgt, nämlich Realität der Erinnerung.

Dieser oben beschriebene Prozess ist eine Beschleunigung bis zum Zustand der Absolutheit des überall gleichzeitig seins. Von da an ist eine Verlangsamung bis zum vollkommenen Stillstand festzustellen. Realität ist aus stehenden Wellen gebaut. Die Erscheinung des Endlichen wäre so der Stillstand und das Ende der Schöpfung. Entropie (Unordnung) ihr Motor und Treibstoff. Das Chaos der Griechen erweitert durch die Geschichten der Indianer die berichten von den Geistern, die dort wohnen.

Dies lässt zwingend schliessen, alle Religionen und ihre Unterformen, die Ideologien und -ismen, welche für sich in Anspruch nehmen sie seinen die einzig richtigen, sind somit falsch. Es sind fehlerhafte Systeme, die sich gegen die Schöpfung richten. Maschinen. Sie werden enden. Die Anwesenheit von Göttern mittels ihrem Sieg in der Realität beweisen zu wollen, erscheint als der Versuch an Leichnahmen die Lebendigkeit an sich zu beweisen. Vermutlich spricht Nietzsche daher von Gottes Tod.

Der Krieg dieser Maschinen wird Anfang 2006 beginnen, wenn der Grosse Rythmus ausläuft, der sich aus der Verkürzung der Zeit zwischen Titanic, Tschernobyl, WTC, Tsunami vor Sumatra zeigt. Die Kirchen werden dann auch nur noch Konzerne sein, und die werden um ihre pure Existenz kämpfen. Wehe dem, der sich darin einspannen lässt. Vergleichen Sie was Friedrich Georg Jünger in seiner Perfektion der Technik schrieb.

Die einzig wichtige Frage in diesem Jahrhundert wird sein, gibt es Menschen, nicht gibt es Götter. Da Tiere, welche ihren freien Willen am Eingang von betrieblichen Zugehörigkeiten, nämlich Konzernen, abgegeben haben keine solchen sind. Weder das Eine noch das Andere.

Diese Maschinen aber werden jede ihren Erlöser präsentieren. Sein Kennzeichen aber wird sein dass er ein Mensch ist. Hier bin ich mit Johannes einig.

Das Schweigen des Karol Woytila am Ostersonntag 2005 angesichts der Segnung von Erdkreis und Stadt durch den Papst Johannes Paul des II, Stellvertreter des Sohnes Gottes auf Erden, markiert zugleich das Ende der Kirche als auch den Beginn einer neuen Welt.

Wie sich in der Zeiträumlichen Spiegelung über sein Dahinscheiden eindeutig an der selbstverordneten Nachrichtensperre der Kardinäle zeigen lässt, war dies Schweigen ein absichtliches, also freier Wille. Ab hier wandeln die Götter wieder unter uns.

Eigentlich müssten die Herren Kardinäle nun auf die Wahl eines neuen Papstes verzichten. Ist sein Amt ja mittlerweile hinfällig.

Im Grunde hat JHWH hier den Bund aufgekündigt, indem er dem Papst die Worte versagt, als er den Menschen darum ringen liess.

Folgendes:

BOTSCHAFT VON PAPST JOHANNES PAUL II. VOR DEM SEGEN "URBI ET ORBI" Ostersonntag, 27. März 2005

1. „Mane nobiscum, Domine! Bleibe bei uns, Herr! (vgl. Lk 24, 29). Mit diesen Worten luden die Emmaus-Jünger den geheimnisvollen Wanderer ein, bei ihnen zu bleiben, als der erste Tag nach dem Sabbat zu Ende ging, an dem das Unglaubliche geschehen war. Der Verheißung gemäß war Christus auferstanden; dies aber wußten sie noch nicht. Doch die Worte des Wanderers auf dem Weg haben allmählich ihr Herz erwärmt. Deshalb haben sie ihn eingeladen: „Bleibe bei uns.“ Als sie dann des Abends mit ihm bei Tisch saßen, haben sie ihnbeim „Brechen des Brotes“ erkannt. Und plötzlich war er verschwunden. Vor ihnen zurückgeblieben ist das gebrochene Brot, und in ihrem Herzen die Süße jener Worte, die er gesprochen hatte.

2. Liebe Brüder und Schwestern, das Wort und das Brot der Eucharistie, Geheimnis und Geschenk von Ostern, überdauern die Jahrhunderte als ewiges Gedächtnis der Passion, des Todes und der Auferstehung Christi! Mit allen Christen der Welt wiederholen auch wir heute, am Ostertag, dem Hochfest der Auferstehung: Gekreuzigter und auferstandener Jesus, bleibe bei uns! Bleibe bei uns, treuer Freund und sichere Stütze der Menschheit unterwegs auf den Straßen der Zeit! Du lebendiges Wort des Vaters, erfülle mit Vertrauen und Hoffnung alle Menschen, die den wahren Sinn ihrer Existenz zu begreifen suchen. Du Brot des ewigen Lebens, sei Nahrung dem Menschen, der hungert nach Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.

3. Bleibe bei uns, lebendiges Wort des Vaters, und lehre uns Worte und Gesten des Friedens: Frieden für das durch dein Blut geheiligte Land, das vom Blut so vieler unschuldiger Opfer durchtränkt ist; Frieden für die Staaten des Nahen Ostens und Afrikas, denn auch dort dauert das Blutvergießen an; Frieden für die ganze Menschheit, die immerzu der Gefahr der Bruderkriege ausgesetzt ist. Bleibe bei uns, Brot des ewigen Lebens, das gebrochen und den Tischgenossen gereicht wird: Gib auch uns die Kraft zu großzügiger Solidarität mit den vielen, die auch heute noch leiden und an Elend und Hunger sterben, die durch tödliche Epidemien dezimiert oder durch ungeheure Naturkatastrophen niedergestreckt werden. Durch die Kraft deiner Auferstehung mögen auch sie des neuen Lebens teilhaftig werden. 4. Auch wir Männer und Frauen des Dritten Jahrtausends brauchen dich, den auferstandenen Herrn! Bleibe bei uns heute und bis zum Ende der Zeiten. Mach, daß der materielle Fortschritt der Völker niemals die geistigen Werte verdunkelt, die die Seele ihrer Kultur sind. Hilf uns, wir bitten dich, auf unserem Weg. An dich glauben wir, auf dich hoffen wir, denn du allein hast Worte des ewigen Lebens (vgl. Joh 6, 68). Mane nobiscum, Domine! Halleluja!

Zitat ende. Danach schwieg er.

   
       
 
 
     
 
 
 
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