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Schöpfung, mal wieder eine Betrachtung dazu.

Im Prinzip muss man sich eigentlich immer nur eines vor Augen führen, um die Schöpfung zu verstehen: Das Licht, welches unser Auge trifft bildet auf der Netzhaut Reize, aus welchen elektrische Signale gebildet werden, von Nerven übertragen an Synapsen und dann in Molekülgewittern an den nächsten Nerv übertragen. Auf diese Weise entsteht im Geist ein Bild, welches dem entspricht, welches an der Innenseite der Augenlinse eine Nanosekunde zuvor erschien. Dieses Licht aber, dieses ist eigentlich ja eine Energieform. Soweit gut. Dasselbe nun geschieht weiter bei den Ohren, mit etwas verschiedener Hardware wird dasselbe Ergebnis erzeugt. Geschmacks und Tastsinn, Temperaturfühligkeit und Körperwahrnehmung kommen hinzu. Letztlich doch alles energetische Umstände. Was also soll uns davon abhalten zu sagen, Geist sei die reinste aller Energieformen?

16:47 Uhr, 10.03.2007 Sommerberg, Deutschland.

Was kann alles aus ihr gebildet sein? Womöglich ist Geist schlicht nur die höchste (=eigentliche) Energieform, wobei hier höchst als hierarchischer Begriff zu nehmen ist, rein strukturell, nicht zwingend Inhaltlich! Und man möge, ich bitte inständigst darum, nicht auf die Idee kommen und sagen: Geist sei die Urform der Energie! Mitnichten, denn Energie ist Energie, egal welche. Es ist dann aber auch klar, dass Geist durchaus ein zeitliches "Ding" ist. Also auch räumlich. Damit wäre Schluss mit allen Träumen vom Urgeist und alle anderen diesbezüglichen Zeugs. Denn dann müssen wir klar erkennen, er gehört zur realen Welt!

Jetzt aber beginnt das Abenteuer erst, denn, was ist nun jenes, was "hinter" dieser in toto steht? Wir postulierten schon seit einiger zeit es seien reine Bilder. Nicht aber das, was landläufig "Numina" genannt wird sondern "Entitäten". Diese sind Agglomerationen von Bildern, welche in einer Art Zustand immer währender Fluktuation ihre Wesenhaftigkeit ausschöpfen in allen Möglichkeiten. Überall dort, wo sie einander dabei "berühren" und "penetrieren" oder gar "Unterscheiden" genau dort ist eine Dimension. Somit ist gegeben, dass immer alle Möglichkeiten sich befruchten ohne sich verlieren. Dadurch nämlich sind sie ewig. Dort wo sie enden, das aber ist der Beginn der Realität, also ihr Wachstum. Ihr Ende hingegen, also der Tod, wäre dann wieder der Beginn einer neuen "Dimension". Das "Erwachen" einer neuen Entität als Wesenheit. So ist also jedes Geschöpf mit seiner "Entität" verschränkt. Seiner Seele. Diese aber, da sie selbst ja eine als Fluktuation von Agglomerationen verschiedenster Bilder im stetigen Werden begriffen ist bedingt das gesamte dimensionale Konzept um das einzelne Geschöpf herum mit. Natürlich auch mit allen Gewesenheiten, mindestens. So ist der Tod des Einzelnen Geschöpfs das Erwachen den anderen aus seinem Traum. 17:06 Uhr.

Sie werden fragen, wer denn nun in diesem ganzen Salat Gott sei? Nun, eines von Blättern. Oder gar die Soße? Womöglich aber einfach das Salz, wie der Nazarener das so schön formuliert haben soll. So sind alle Bilder begründet, die alle Welt sind.

Ist ein Keim

bei näherem Hinseh'n ein Wille

will heim

sendet ins Gejät eine Postille

Doch folget ihm schwer

Schicksal in güldener Wehr!

Boten vom Wind erforschen das Erdenrund

finden, oh Glück, fruchtbaren Grund

ist ein Keim der wächst geschwind

bis dass seine Krone schaukelt im Wind.

Entreißt ihr ein Stein das Geschmetter des Sturmes Pracht

am Verlust die Krone wird schwer vor Leid

Verwirbelter Samen irgend in eine Furche kracht

findet hier Sein, was bleibt ist, wie immer, der Anderen Neid.

Es darf seinem kühlen Grab nicht zu lange fehlen, das Leichenbild, es wäre sonst so leer, nicht wahr?

c by Beat Conradin Oschwald

   
       
 
 
     
 
 
 
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