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Was Menschen am Einschlafen hindern kann.

Alles was Du getan hast, das ist eine Erinnerung. Es war gewesenes Sein. Gelebtes. Es wird dir niemals im Kopf herumspuken, wenn Du mal abends nicht einschlafen kannst, nichtwahr? Nein, das sind immer die Dinge und Sachen, die du nicht getan hast!
Nun kommen viele Weisheitslehrer und erzählen dir, es sei notwendig, um glücklich zu sein, deine Begierden und Wünsche zu zügeln, ja ganz von ihnen abzulassen.

Ja, aber woran sollst du dich dann erinnern können? Und glaube mir, das, was dich ausmacht, als Person, ist vornehmlich das, woran du dich erinnern kannst. Das bedeutet aber, all die Dinge und Sachen, an die du dich nicht erinnern willst, die musst Du aus deiner Gegenwart entfernen, in deiner Vergangenheit ist das unmöglich. Die sind auch solche, die an du dich nicht erinnern willst, welche sich gegen das sanfte Einschlafen stellen!

So sieh zu, dass die Menschen, die du um dich versammelst, alles mitmachen, was du dir wünschst, ja es sich auch wünschen! Solltest du also eine von deinen Bekannten vögeln wollen, dann soll deine Frau sagen: "Ja, lass uns überlegen, wie wir es anstellen, dass das auch klappt!"
Und sie soll hinzufügen: "Ich will auch mit von der Partie sein, wäre doch gelacht, wenn ich dieses kleine Luder nicht dazu brächte, mich auch zu ergötzen."

Alles andere ist nicht deine Frau.

Und umgekehrt ist es dasselbe. Hier, an einem solchen Orte ist Freiheit geboren. Als Geschehen somit vergangen und gewesen, Erlebtes. So nur kann Freiheit, Alles überhaupt, erst möglich werden: Es muss gelebtes Sein geworden und im Vergehen wahr empfunden sein durch die Gegenwart mindestens eines Geschöpfes der lebendigen Welt. Auf diese Weise wird Zukunft geschaffen. Alle widersprüchlichen Behauptungen sind Illusion.

Wirklich angstfrei leben kann nur jenes Geschöpf, welches Alles leben kann, was es will. Das bedeutet nicht, dass es alles immer unbedingt tun muss, sondern die Möglichkeit, jederzeit Alles zu tun allein schon macht frei. Frei von Angst. Wer oder was soll so jemanden ernstlich bedrohen? Denn auch das Sterben gehört hier herein. Das ist eben keine Askese! Askese ist eine Form der Bequemlichkeit, sie verspricht Freiheit von der Verantwortung. Diese aber ist nicht wirklich, da Freiheit gleich Verantwortung ist! Gegen sich selber, sicher. Das ist eben auch die einzig relevante Form. Nur Du selbst weisst ganz sicher, was Du willst und was Du wirklich getan hast. Also beginnt auch die Lüge immer zuerst bei sich selber. Es gibt keinen Ausweg, wer frei zu sein beliebt, muss Willen schaffen, eigenen.
Das ist Gewalt wirklich!

Eifersucht ist, wenn man all das, was man sich selbst nicht gönnt, im anderen zu hindern sucht, insofern also eine Egoschwäche. Und damit einfach Neid.

c by Beat Conradin Oschwald



... und noch ein Gedicht:

Frost

Denn immer wenn der Frost einzieht
in unseren Herzen
Dann spriessen kahle Zahlen,
blankes Geld und stumpfe Klingen
Lebendige einst gewesene Dinge
starren hinaus in grelles Neonlicht
Farben finden ihre Mitte nicht,
sind bloß Frequenzen
Unendlichkeit wird endlos
Schicksal wendet seine Gnade von der Welt
Maschinen an seiner Stelle führen das Geschick
Künstlich Lichtspiel, Täuschungsschauen und Gazetten
statt Gewirk von mystischer Bedeutung
Aufklärung statt Raunen.
Null und eins
nicht Du und ich
Willst aus diesen hehren Bauten,
titanisch Ungetüm du dich entreissen
zu altem Ufer hin wo Schlachten wogen
wo kochend Blut in dicken Adern brodelt
wo Weib und Mann im Sturm einander niederringen
wo aus solchem Brausen Geschlechter auferstehn
So wende Deinen Blick zum Himmel
und dort wirst Du nachts den Mond, die Sterne
und am Tag die Sonne, deinen wahren Ursprung sehen.

Beat Conradin Oschwald, Sommerberg, 11:39:33 Mittwoch, August 15 2007


Der folgende Text ist als Plastik zu verstehen:

Sein

Sein nimmt wahr. Es kann sich selber nicht beobachten, da es jenes ist, das wahr nimmt.
Es nimmt alles andere wahr, jenes aber ist Gewesenes Sein, da dieses wahr nimmt.
Somit ist alles Wahrnehmbare Gewesenes.
Gewesenes Sein.
Da alle Wahrnehmung über das Medium Licht primär stattfindet, man kann hier auch ganz allgemein von "Wellen" oder "Teilchenströmen" sprechen, ist alles Wahrgenommene notwendig ein Vergangenes. Also im Verhältnis zum Wahrnemenden Sein ein Vergangenes solches. Damit ist klar erkenntlich, Dass weder Licht noch irgend eine andere beliebige Form von Erscheinung energetischer Natur das Sein ist. Sondern beide eindeutig unterschiedliche Dinge sind. Energie also ist das Medium mittels dessen Sein wahr nimmt. Und da es gewesenes Sein einzig wahr nehmen kann, ist Sein unzeitlich. Energie hingegen durcheilt die Zeit von einem Gewesensein zum nächsten. Sie bildet also Raum. Und das tut sie in exakter Kongruenz zur Zeit, welche das ist, welches ein Sein vom anderen unterscheidet. Dies bedeutet Zeit und Raum korrelieren mit Sein und Energie, sie entsprechen sich also.

13:40:33, Mittwoch, August 29 2007, Beat Conradin Oschwald, am Sommerberg

Wenn wir diese Gedankenexperiment weiterführen, so kommen wir zu folgendem Begriff:
Sind Zeit und Sein zu Raum und Energie kongruent als Korrelation, so wäre es durchaus in Erwägung zu ziehen, ob nicht vielleicht Energie gleich Geist sei und Zeit gleich Raum. Hier erhellt sich der Begriff "Zeitgeist" in seiner umfassendsten Form!
Sein aber bleibt von allem diesem ausgeschlossen und ist ganz für sich. Es ist getrennt von allem, es ist ein Punkt. Unerheblich ob dieser nun euklidisch oder Quantenphysikalisch definiert sei. Damit wäre Distanz und Spannung, also Raum und Ladung das, was als Zeit das eine Wahrnehmen als Geschehen oder Ereignis in der "Realität" und das andere solche erst in Reihen oder komplexe Relationen setzt! Da Wahrnehmen Gedanken bildet kann man klar sagen, Gedanken sind der Ursprung von Raum und Zeit. Sie sind deren Geborenwerden, unablässig. Sein erzeugt diese wahr nehmend! Aus einer Örtlichkeit heraus, die es vollständig vereinzelt und so zum einzigen macht welches zwischen allem existiert, dem was ist, was war und was wird.
Das Sein ist, Parmenides hatte Recht.

13:53:23, Mittwoch, August 29 2007.

Es ist genau genommen das Einzige, was ist, denn alles andere befindet sich entweder im Werden oder im Vergehen.
Dieses Sein also ist jenes unendliche Stücklein Nichts, welches in ewiges Werden und Vergehen eingesperrt aus uns allen heraus nach Verwandtem unendlichen Nichts Ausschau hült, unsere Seele. Und der Ursprung der Liebe.


Und noch ein kleines Gedicht, als Motiv diente mir eine Formel von Peter Plichta:


ohne Titel

Denn bedenk, oh Mensch,
wenn der Anderen Seite,
der ganzen Wahrheit,
du zu begegnen trachtest,
hier und jetzt,
sie lautet: - e hoch iπ = 1.
So, sieh oh Weiser Meister,
so trifft sie Dich,
als Frage aller Fragen,
mitten in dein Herz.

c by Beat Conradin Oschwald



adin Oschwald

   
       
 
 
     
 
 
 
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