Home
  Aktuell
 
  Theologie
  Philosophie
  Astrologie
  Alchimie
  Heilkunde
  Informatik
  Texte
  Bilder
  Projekte
  Selbsteinschätzung
  Profil
  Zur Person
  Der Begleiter
  Der Ort
  Hobbys
  Linkseiten
 
  Kontakt

Imagebox
  Texte      
          
 

Liebe, Freiheit und Schöpfung

Überall wo man hinkommt werden Schwierigkeiten besprochen, während Liebeslieder aus Lautsprechern ertönen. Da kann etwas nicht stimmen. Kann es sein, dass die Liebe auch schon soweit in Bedingung gezwängt ist, dass sie funktionalisiert wird um der Gewinnung von Profit anheim zu fallen? Wohlgemerkt, ich schreibe hier nicht über Sex, sondern die Liebe an sich ist es. Hat der Mensch sie, die Mitte der Welt, auch zu Markte getragen? Das bedeutete, die schlimmsten Befürchtungen Montaignes seien weit übertroffen. Sie ist damit Ware geworden. Ebenso käuflich wie austauschbar. Ist nicht sie eigentlich die Form, deren Bedingungslosigkeit am reinsten ist? Es ist eine Tragödie ohne gleichen. Sie ist zum Zeitvertreib mutiert, soll dem Menschen Farbe in den öden Alltag bringen.

Vom Bürostuhl in den siebten Himmel, per Express, mit Platzreservierung, ohne Halt bis morgen Früh, bitte! Alles endet zu sein was es ist, dort, wo es dem Kalkül geopfert wird. Es verliert seine Eigenständigkeit. Damit ist es unwiderruflich unfrei. Und als solches endlich geworden. Was also verloren ist, ist, was einst unter dem Begriff Freiheit bekannt war, was bedeutet, diese ist selbst Ware geworden, die eingekauft werden muss. Wenn dem so ist, ist aber Jedes, das Freiheit als Eigenschaft mit sich trägt ebenso geknechtet. Frei nach dem objektorientierten Denken. Weil sie dann im Vererbungs-Bezugssystem die Eigenschaft des dem Kalkül Unterworfenseins mit sich führt. Das bedeutet wiederum, alle Analogen Entitäten, denen die Freiheit beigeordnet ist, als Methode, sind ebenso unfrei wie sie selbst. Nämlich in Bedingung gebunden, welcher Art auch immer. Freiheit jedoch, die unfrei ist, ist keine. Was bedeutet: sie ist abwesend. An ihrer Stelle erscheint eben eine Bedingung, oder eine Relation. Alles, dem sie beigeordnet ist wird so unvollständig und versehrt erscheinen.

Wenden wir diese Erkenntnis auf die Liebe an, erscheint diese in unseren Tagen als zerstörerisches, gefährliches Element der Welt und muss ängstlich gemieden werden. Was bleibt ist die Sehnsucht nach ihr, da die Möglichkeit ihrer Existenz besteht. Nun ist Liebe dem Triebe zur erotischen Betätigung beigeordnet. Also muss der Mensch, dem die Liebe der Götter nur unter der Bedingung seiner Unschuld zuteil wird, die Erotik verdammen. In dieser Konstruktion ist nämlich die Liebe bereits unfrei, an ihrer Wurzel beschnitten. Deswegen also diese Beschneidungsrituale! Als Erscheinung der an ihrer "Wurzel", dem Geschlechtsorgane, beschnittenen, unvollständigen, unfreien Form (und als Hygiene getarnt).

Andernorts haben wir gesehen, dass Freiheit ein Grundsatz der Schöpfung ist. Nämlich als Motiv der Variation. Genauso die Liebe. Motiv der Zugewandtheit zum Anderen, Fremden. So halten diese beiden die Schöpfung am bestehen, indem die Freiheit neues Anderes schafft, während die Liebe dieses zusammenkettet mit dem Einen ohne es zu hindern zu sein was es ist. Hierdurch finden Verschiedene zueinander und bilden neues. Das, meine Damen und Herren ist der Ursprung der Geschlechtlichkeit! Mann und Weib. In der ganzen Natur.

Liebe und Freiheit sind also die Grundlagen aller Welt. Gemeinsam sind sie Ursprung allen Seins, in der "Freien Liebe". Da diese nur frei sein kann, sind sie eins. Seht ihr hier das erste Wesen, die einzelne Zelle, wie sie sich teilt? Die Urmutter?Die sich so lange teilt, bis das Andere, dass sie schuf und in Freiheit entließ, so fremd ward, dass sie, um vollständig zu sein sich mit ihm zu vereinigen sucht, um neues vollständiges Anderes schaffen zu können? Es in seine Eigenart zu entlassen um es dort so zu lieben, dass sie sich berühren? Auf diese Weise wieder neues schaffend und so fort in alle Ewigkeit?

Dieser Vorgang findet übrigens eine sehr schöne Entsprechung eine Ebene weiter unten, in der Entstehung der Voraussetzungen für das Leben. Bei der Entstehung von Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoffatomen wird, wenn sie sich verbinden, Energie frei! Die Anwendung dieses Umstandes zur Energiegewinnung für die Maschinenwelt ist der Versuch, die Schöpfung an sich zu nötigen, jener ihre Existenz zu sichern. Wenn das Mann gut geht! Dieser Prozess wird unterbrochen, wenn das Element Freiheit abwesend ist, da so kein Anderes möglich wird und alles verharrt im Zustande der Unbeweglichkeit. Hat nun eine Spezies damit begonnen ihre Freiheit zu beschränken, also aufzuheben, wird sie, um weiterzuexistieren, gezwungen sein, alles, was frei ist zu knechten. Um so über den Verbrauch von Freiheit die Erscheinung der eigenen Art in Zeit zu erhalten.

Hier endlich findet sich den Ursprung der Zerstörungswut und Mordlust aller Religionsgemeinschaften und Gesellschaftsformen denen sie zugrunde liegen, die die Liebe der Götter unter Bedingungen stellen. Die Gründer solcher suchen die Abwesenheit ihrer eigenen Freiheit durch Unterwerfung unter die Erscheinung derselben, nämlich der Bedingung an sich, zu plausibilisieren. So entstand der Gedanke der Ursünde. Er ist aber demnach die Auslieferung des menschlichen Lebens an die Unfreiheit der Bedingung, erst die Reinheit des Menschen würde von Gott anerkennend mit hingebungsvoller und gnadenreicher Liebe gesegnet. Der Witz dabei ist, dass sie sogar Recht haben, nur in der Umkehrung. Wer den Mut findet, frei zu lieben, in Tat und Wahrheit, der liebt. So ist er Werkzeug der Götter, da der freie Wille das Wort Gottes ist.

Tue was Dein Wille ist, ist alles Gesetz. Willentliche Liebe ist dies Gesetz. (A. Crowley, von mir überstzt. Der Originalsatz in Englisch lautet: Do what you willt shall be the whole of the law. Love under will is the law.)

C by beat oschwald

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<    zurück zur Auswahl    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
 
     
 
 
   
 
 
 
Besucherzähler seit 01. 12. 2005 C/ Motorrad