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Wind!
Er reisst und zerrt und schwellt die Segel, Masten biegen,
Seile spannen, kaltes Wasser peitscht an Deck. Das Schiff
durchpflügt Wellen als woll't es Welten spalten, getrieben
von der einen Kraft, dem unbändigen Sturm der ins Tal sich
stürzt -- hinab hinab von Schwindelklippen heult, die Freude
seines Daseins dem nächsten Fels entgegenwerfend, schiesst
jubelnd er empor wie Gischt den Schnee von Graten reissend
als wollt der Berge Schwere mit ihm gehn in ihm und fällt
in das neue tal, vertrauend, das es ihn fängt und birgt und
rennt und springt und dreht im kreis, kräuselt stille seenspiegel,
streicht zärtlich über wogend wiesengras folgt flüssen strömt
mit ihnen um schliesslich wieder meer zu finden, neue wellen
türmen durch die mein schiff er werfen kann! Wieder sollen
segel schwellen an tauen zerren sie und werfen meines schiffes
rumpf erneut in meterhohe wogen sie teilend durch die gischt
zu fliegen! Weiter, weiter hin zu neuem siege, niederlagen,
schmerzen und dem ungeheuren glück zu leben, lieben sich zu
biegen, von horus willen fortgetrieben, hin und her geschmissen,
des nachts an bürgershäusern rütteln, wolken jagen, der modin
schönes antliz schleier fortgerissen, sie zu preisen, dass
sie erblassen deren arme menschentöchter! So leg ich denn
mein schicksal weiter in der alten götter hände, sie wollen
mich weiterführen loben und vernichten wie ihnen es beliebt.
So nah und schön und kalt horus mir heut erschienen ist mit
seinem bruder ra so voller lust und kraft und jugend! Und
frei von aller tugend. Siehst du ihre augen strahlen? Siehst
in ihnen spiegeln sich das firmament? Sieh wie tief und klar
die seele bis auf ihres herzens grund? Ahnst du ihre sehnsucht?
Ihre lust und neugier zu erfüllen diese kühle leere wo einsam
ein heisses feuer brennt? Entzücke sie, sie will sich rächen.
C by beat oschwald
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